75-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

Der Höhepunkt in der Geschichte des MGV war sicher das 75-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe vom 29. Juni bis 1. Juli 1979. Eigentlich zum 75. Geburtstag des Vereins für 1978 vorgesehen, musste das Fest aus technischen Gründen um ein Jahr verschoben werden. Das tat der Feier jedoch keinen Abbruch. Es war jedenfalls auch das „Ereignis des Jahres“ in Köfering. Eine besondere Attraktion war die Mitwirkung der großen Musikkapelle aus Feldthurns in der schmucken Südtiroler Tracht. Die Kapelle erntete schon viel Beifall, als sie am Samstag Nachmittag, nach ihrer Ankunft, zusammen mit dem MGV-Chor mit klingendem Spiel durch das Dorf zog.

Und diese Begeisterung setzte sich natürlich am Abend im Festzelt fort. Mittelpunkt des Festes am Sonntag war der Festgottesdienst mit der Weihe der neuen Standarte im Schlosshof. Ihm folgte ein langer Festzug mit zwei Musikkapellen und vielen Fahnen und Vereinen durch den Ort, begeistert gefeiert von der Bevölkerung. Als Ehrengäste nahmen am Festzug – im offenen Wagen fahrend – auch zwei ehemalige Sänger teil, die schon vor dem Ersten Weltkrieg, also vor 1914 aktiv in der Sängerrunde Harmonie Neuköfering gesungen hatten: Simon Estermann und Ludwig Fangauer. Ein Beweis, dass Singen jung und gesund hält.

Netzwerken mit anderen Chören

In den achtziger Jahren wurden die Kontakte zu anderen Gesangvereinen weiter ausgebaut und auch neue aufgenommen. Hier seien der Singkreis Herrsching und der MGV Hohenfurch genannt. Besonders erwähnt werden muss eine Besuch des Kirchchors Laiz bei Sigmaringen im Jahr 1980, der von unserem ehemaligen Sangesbruder Hermann Fangauer in die Wege geleitet wurden, den es nach Baden-Württemberg verschlagen hat. Unsere Gäste waren sehr angetan von der Schönheit und den geschichtlichen Zeugnissen der Stadt Regensburg und fanden mit ihren Beiträgen beim abendlichen Singen reichen Beifall. Unser Gegenbesuch im Jahr 1981 war für uns ebenfalls ein unvergessenes Erlebnis. Die dort unbekannte, von uns beim Vorabend-Gottesdienst gesungene Waldlermesse, fand großen Anklang und das gemeinsame Singen am Abend dauerte bis tief in die Nacht. Am Sonntag Morgen führte uns der Bürgermeister von Sigmaringen persönlich durch die Stadt und hielt uns anschließend im Rathaus einen Vortrag über die Stadtgeschichte.

Im Dezember 1981 wirkte der MGV zusammen mit dem Kirchenchor Köfering beim weihnachtlichen Wohltätigkeits-Konzert des Heeres-Musikkorps 4 im Audimax in Regensburg mit. Der Chef des Musikkorps, Major Orterer, wohnte damals in Köfering und war auch Mitglied des MGV. Und als Major Orterer im September 1985 wegen seiner Versetzung nach Gießen sein Abschieds-Konzert im Audimax gab, durfte der MGV sein Können vor dieser großen Kulisse noch einmal unter Beweis stellen.

Im Juli 1989 konnten gleich „auf einen Schlag“ 2 Feierlichkeiten begangen werden: Die 10-jährige Standartenweihe unseres Sängervereins und zugleich die 10-jährige Führung unseres Vereinslokals „Gasthaus zur Post“ durch die Familie unserer Fahnenmutter Marlene und unseres 2. Tenors Günther Eibl.

Aus den folgenden Jahren sind noch erwähnenswert die Teilnahme des MGV am Chorfest des Landkreises in Schierling und ein Singen für den Landesverband „Singen und Musizieren“ im Herzogssaal in Regensburg. Eine größere Veranstaltung des MGV war 1992 ein Festkonzert zur 25-Jahr-Feier der Wiedergründung des Vereins. Das Programm war sehr gut und die Leistungen aller Mitwirkenden ebenfalls, nur der Besuch war nicht ganz zufriedenstellend.

Rückschlag: Chorleiter muss aus gesundheitlichen Gründen aufhören

Das Ende des Jahres 1992 brachte dann eine unangenehme Überraschung: Ernst Blüml musste aus gesundheitlichen Gründen seine Chorleiter-Tätigkeit einstellen. In 25 Jahren unermüdlicher und das besonders vermerkt, unentgeltlicher Arbeit hat er den Chor auf ein hohes Niveau gebracht und dieses trotz des fehlenden Sänger-Nachwuchses bis zuletzt gehalten. Für seine Verdienste um den MGV sei ihm auch an dieser Stelle recht herzlich gedankt. In Anerkennung dieser Leistung wurde Herr Ernst Blüml 1996, anlässlich seines sechzigsten Geburtstags, einstimmig zum Ehrenchorleiter ernannt.

Für die Weiterführung der Chorarbeit konnte zunächst Herr Kipfelsberger aus Neutraubling gewonnen werden. Hierfür sei Ihm an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gesagt. Seit Anfang 1994 leitet nun Xaver Kamm den Chor, für ihn eine zusätzliche Belastung, da er ja auch den Kirchenchor in Scheuer betreut.

Nach 22 Jahren als 1. Vorstand des Männergesangverein Köfering trat im Oktober 1995 Eckart Sperl aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurück. 2. Vorstand Josef Ehrenreich übernahm nun kommissarisch die Leitung des Vereins und dankte dem scheidenden Vorsitzenden im Namen aller Sänger für sein langjähriges, erfolgreiches Wirken für den MGV Köfering.

Die Neuwahlen der Vorstandschaft bei der Jahreshauptversammlung am 8. März 1996 brachten folgendes Ergebnis:

  1. Vorstand: Johann Seemann
    2. Vorstand: Robert Ergesi
    Schriftführer: Hermann Seemann
    Kassier: Dr. Horst Strunk
    Notenwart: Helmut Selig

Wiedergründung als "Männergesangverein Köfering"

Neue Hoffnung kam erst im Jahre 1967, als Ernst Blüml nach Köfering zog, der vorher als Chorleiter in Rehau und Pilgramsreuth gewirkt hatte. Schnell fanden sich die alten Sänger wieder zusammen. Mehrere Junge kamen dazu, vor allem auch Sänger aus der näheren Umgebung wie Scheuer, Obertraubling, Mangolding und Alteglofsheim. Und am 5. Juli 1967 konnte der Verein in einer Generalversammlung mit dem neuen Namen „Männergesangverein Köfering“ wieder zum Leben erweckt werden.

Die aktiven Sänger des Jahres 1967:

Bauer Alois, Bauer Udo, Blüml Ernst, Brombierstäudl Hans, Dirschl Hermann, Eibl Günther, Estermann Herbert, Gaßner Michael, Hederer Heinrich, Kamm Alois, Kamm Xaver, Lichtinger Adolf, Markl Heinrich, Meier Anton, Renz Thomas, Schnobrich Josef, Sperl Eckart, Stierstorfer Franz, Stoffel Herbert, Vilsmeier Rudolf, Wackerbauer Anton, Witzmann Josef sen., Witzmann Josef jun., Zierer Georg und Zwerenz Rudolf.

Zum Vorstand wurde wieder Rudolf Vilsmeier gewählt. Chorleiter wurde Ernst Blüml. Vereinslokal: Café Pöhlmann.

Jede Woche ein Übungsabend

Der neue Chorleiter stürzte sich mit Schwung in seine Aufgabe. Dank der eifrigen Probenarbeit – jede Woche ein Übungsabend! – konnte der Chor noch 1967 mehrmals bei kirchlichen Veranstaltungen und beim Totengedenken am Volkstrauertag in Köfering und Scheuer mitwirken. Der jährliche „Bunte Abend“ wurde nicht nur in Köfering, sondern wegen der zahlreichen Sänger aus Scheuer auch in Mangolding aufgeführt.

Man ging ferner daran, das Notenmaterial mit erheblichem Geldaufwand durch neuere und auch zeitgenössische Werke zu ergänzen. Für die Probenarbeit, aber auch für die Begleitung des Chores bei Aufführungen, wurde ein Klavier angeschafft. An dieser Stelle muss auch Frau Gräfin Lerchenfeld-Germann erwähnt werden, die als hervorragende Pianistin ihr Können jederzeit und unentgeltlich in den Dienst des MGV stellte.

Neue Traditionen bildeten sich. So führte der Verein Ende der sechziger Jahre auf Anregung des Mitgliedes Dr. Mayerhofer, Regensburg, ein Weihnachtssingen im Altenheim St. Josef in Regensburg durch. Die Veranstaltung war für alle Beteiligten, besonders natürlich für die betagten Bewohner des Heims, aber auch für die Sänger ein großes Erlebnis, das geradezu eine Wiederholung in den folgenden Jahren herausforderte. Und so erfreute der Chor seit dieser Zeit nahezu jedes Jahr ein Seniorenheim mit Weihnachts- und Volksliedern sowie mit besinnlichen Texten. Auch die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten in der Justizvollzugsanstalt Regensburg wurde für mehrere Jahre zur gern geübten Tradition.

Die "Waldlermesse" war gefragt

Weitreichende Folgen hatte die Aufnahme der vierstimmig gesungenen „Waldlermesse“ in das Programm. Ursprünglich nur als kleiner Beitrag zur Pflege der bodenständigen Musik gedacht, war die Messe bald der Wunsch von Heiratskandidaten aus dem Kreis der Vereinsmitglieder und deren Angehörigen für die Trauungsfeierlichkeiten. Der Chor wurde dadurch in der ganzen Umgebung bekannt und löste auch bei Außenstehenden gleichartige Wünsche aus, die im Rahmen des Möglichen erfüllt wurden.

Bei der Neuwahl der Vorstandschaft im Jahre 1973 stellte sich der langjährige 1. Vorstand Rudolf Vilsmeier aus Altersgründen nicht mehr für deine neue Kandidatur zur Verfügung. Neuer Vorstand wurde Eckart Sperl, der sich mit jugendlichem Elan und viel Geschick rasch in die Führungsaufgabe hineinfand. Rudi Vilsmeier wurde zum Ehrenvorstand ernannt.

Besonders gepflegt wurden im MGV aber auch die Kontakte zu anderen Gesangvereinen. Dass bei den persönlichen Treffen, die im Rahmen von Vereinsausflügen und Gegenbesuchen stattfanden, der Gesang nicht zu kurz kam, ist klar. Eine besonders enge Freundschaft verband den MGV mit der Fleischer-Sängerrunde Regensburg.

Eine weitere Aufgabe sah der MGV immer in der gesanglichen Umrahmung von Veranstaltungen der übrigen Ortsvereine, für die er sich gerne zur Verfügung stellte. Zur Tradition geworden war die Mitwirkung bei den Weihnachtsfeiern und sonstigen Veranstaltungen des VdK-Kreis- und Ortsverbandes Regensburg im Neuhaussaal und in der Jahn-Turnhalle. Von besonderem Vorteil waren dabei – und natürlich auch bei anderen Anlässen – die im Jahre 1974 für die Sänger eingeführten roten Westen, die den musikalischen Eindruck noch optisch unterstrichen.

Geselligkeit und Unternehmungen wurden großgeschrieben

Aus der Vielzahl der Aktivitäten des Vereins sollen nur einige wenige angesprochen werden. Im Jahre 1973 eine Fahrt nach Rehau, der Heimat unseres Chorleiters mit der gesanglichen Gestaltung des Gottesdienstes und einem Besuch beim Gesangverein im benachbarten Pilgramsreuth.

Im Jahre 1974 eine Herbstfahrt nach Inzell mit der Übernahme des sonntäglichen Kurzkonzerts durch den MGV Köfering. Es war ein riesiger Erfolg für die Sänger, der bei der Kurverwaltung sofort den Wunsch nach einem weiteren Besuch auslöste.

Im Jahre 1975 der Beitritt des MGV zum Oberpfälzer Sängerkreis im Bayerischen Sängerbund. Damit war der Anschluss an die große Welt des Chorgesangs vollzogen, der für das Jahr 1976 die Mitwirkung beim Kreissängertag in Neutraubling und bei der weithin bekannten Walhalla-Matinee zur Folge hatte.

Die Sängerfahrt des Jahres 1976 führte zum Gesangverein Hohenfurch bei Schongau. Auf dem Weg dorthin sang der Chor in der herrlichen Wieskirche die Waldlermesse und hinterließ bei den zahlreichen Besuchern einen nachhaltigen Eindruck.

Im Jahre 1977 zunächst die gesangliche Mitgestaltung der Verabschiedung von Herrn Pfarrer Schmidl und der Einführung von Herrn Pfarrer Englmann. Dann die Mitwirkung beim Chorsingen bei den II. Neutraublinger Kulturtagen `77, für die der MGV mit einer Dankurkunde der Gemeinde Neutraubling bedacht wurde. Schließlich im Herbst 1977 die Fahrt zum Gesangverein Feldthurns bei Brixen in Südtirol, wo der Chor beim abendlichen Schloss-Standkonzert „in Konkurrenz“ zur Musikkapelle Feldthurns sein Bestes gab und dann am Sonntagvormittag in der herrlich gelegenen und bis auf den letzten Platz besetzten Kirche die Waldlermesse sang, die nicht nur für die gebannt lauschenden Kirchenbesucher, sondern – wegen der einmaligen Kulisse – auch für die Sänger zu einem großen Erlebnis wurde.

Im Oktober 1977 konnte der MGV mit einem großen „Bunten Abend“ die zehnjährige Wiederkehr der Erweckung aus dem Dornröschenschlaf feiern.

Als alles begann...

Die Anfänge des Männergesangs in Köfering reichen bis in das Jahr 1903 zurück. Das genaue Datum ist nicht mehr bekannt. Der Männergesangverein Köfering besitzt jedoch - und das dürfte wohl einmalig sein - ein Gründungsdokument besonderer Art, nämlich ein Gemälde, das von dem damaligen Gutsverwalter Hönle aus Anlass der Vereinsgründung geschaffen worden ist. Herr Hönle war nicht nur Gutsverwalter,

sondern auch ein begeisterter Sänger und ein ausgezeichneter Maler, dessen künstlerische Spuren auch sonst in Köfering noch lange Zeit zu finden waren. Sein Bild – eine sinnbildliche Darstellung der Musik – auf Leinwand gemalt im Großformat (125 x 100 cm) gibt Aufschluss über das Gründungsjahr 1903 und über den ersten Namen des Vereins „Sängerrunde Harmonie Neuköfering“. Neuköfering war die damalige Bezeichnung für den Ortsteil am Bahnhof. Die Bahnhofsrestauration „Lichtenegger“ war das Vereinslokal.

Eine besondere Gründungsurkunde

Vereinsvorstand war damals Johann Vilsmeier sen., Chorleiter der Lehrer Max Stangl. Inschriften auf dem schon erwähnten Bild lassen erkennen, dass die Sänger mit großer Begeisterung bei der Sache waren und dass hart und kritisch gearbeitet wurde. Der Verein war offensichtlich sehr angesehen. Was wir uns heute nicht mehr vorstellen können: Um Mitglied werden zu können, brauchte man einen Fürsprecher (Paten).

Die Zeitumstände von 1933 an waren nicht dazu angetan, die Interessen des Vereins zu begünstigen. Die Aktivität nahm damals stark ab und kam mit Beginn des Krieges 1939 vollkommen zum Stillstand.

Neugründung nach dem Krieg

Nach dem Kriegsende fanden sich die Sänger zunächst wieder im Kirchenchor zusammen. Bald wurde aber auch wieder die allgemeine Gesangstätigkeit in loser Form aufgenommen. Junge Sänger kamen zu dem verbliebenen Stamm. Besonders wertvollen Zuwachs erhielt die Gruppe aus dem Kreis der Heimatvertriebenen, die in Köfering Unterkunft hatten.

Im Januar 1949 war es dann soweit,

dass anstelle der bestehenden losen Vereinigung der „Gesangverein Köfering“ neu gegründet werden konnte. Treibende Kraft für diese Entwicklung war Albert Markl, der mit seinem Postkollegen Georg Achhammer einen hervorragenden Chorleiter in den Verein einbrachte. Als Vorstand wurde Rudolf Vilsmeier gewählt. Zum Kreis der aktiven Sänger gehörten: Achhammer Georg, Auer Franz, Auer Josef, Bauer Erwin, Böhm Alfons, Böhm Josef, Estermann Josef, Fangauer Hermann, Fuhrmann Alois, Heiß Franz, Hilmer Johann, Lichtinger Adolf, Dr. Markgraf, Markgraf Hans-Werner, Markl Albert, Markl Heinrich, Meier Anton, Dr. Pfluger, Pöschl Franz, Raab Josef, Renz Thomas, Schratz Leopold, Tschiepper Wilhelm, Vilsmeier Hans, Vilsmeier Rudolf, Zierer Georg, Zur Martin.

Erster "Bunter Abend" 1949

Schnell fand sich die neue Gemeinschaft unter ihrem Dirigenten Achhammer zu einem Chor zusammen, der sich in der Öffentlichkeit hören lassen konnte. Noch 1949 wurde der erste „Bunte Abend“ in Köfering abgehalten. Wenn auch der Besuch noch etwas zu wünschen übrig ließ, so war doch mit den gebotenen guten Leistungen der Grundstein für weitere Veranstaltungen gelegt. Im Dezember wurde die erste Weihnachtsfeier veranstaltet, die in den Folgejahren ebenso zur Tradition werden sollte, wie der „Bunte Abend“ und die gesangliche Umrahmung der Totenehrung am Volkstrauertag.

Absoluter Höhepunkt des Jahres 1951 war die Teilnahme an der Fahnenweihe des Sängervereins in Breitenbrunn, der Heimat unseres Chorleiters Achhammer. Die Liedvorträge der teilnehmenden Gesangvereine gestalteten sich zu einem Sängerwettstreit, bei dem der Gesangverein Köfering mit dem Chorsatz „Trösterin Musik“ von Anton Bruckner und einem Bariton-Solo unseres Herrn Werner Markgraf in „Sängers Frühlingslied“ – von J. Jäckl – ganz hervorragend abschnitt. Jeder gab sein Bestes, galt es doch, unserem Chorleiter in seinem Heimatort Dank und Anerkennung für sein Wirken in Köfering abzustatten. In guter Erinnerung ist auch noch die Fortsetzung des Sängerwettstreits auf der Heimfahrt im Jurahotel in Riedenburg mit dem MGV Tegernheim.

Ab 1952 ging es bergab

Das Jahr 1952 brachte für den Verein einen gewaltigen Aderlass, den er lange Zeit nicht überwinden konnte. Schon am Anfang des Jahres waren mehrere gute Sänger von Köfering weggezogen und damit dem Chor verloren gegangen. Und im Oktober musste auch noch der Chorleiter Achhammer Ade sagen, der aus beruflichen Gründen von Regensburg nach München übersiedelte. Gleichzeitig verließ uns auch der ausgezeichnete zweite Tenor, Schriftführer, Chronist, Notenschreiber und Bühnengestalter des Vereins, Leopold Schratz, der sein in Herrsching gebautes Haus bezog.

Der Verein war nun ohne Chorleiter. Bei besonderen Anlässen kam der gute Achhammer noch von München angereist. Aber trotz aller Bemühungen und der Bereitschaft der verbliebenen Sänger, den Chor am Leben zu erhalten, nahm die Aktivität immer mehr ab.

Ein kurzes Aufflackern brachte das Jahr 1956, in dem Lehrer Höll aus Sanding kurzzeitig als Chorleiter einsprang. Der letzte öffentliche Auftritt des Chores war die musikalische Umrahmung der Einweihung des neuen Schulhauses in Köfering im Jahre 1957. Dann folgten 10 Jahre Flaute.

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